Hast du schon mal gesehen, wie Schwimmerinnen und Schwimmer scheinbar mühelos durch das Wasser gleiten, dabei akrobatische Bewegungen ausführen und sich perfekt zur Musik synchronisieren? Das ist Synchronschwimmen, auch Artistic Swimming genannt – eine Mischung aus Schwimmen, Gymnastik und Tanz. Dabei verbinden sich Kraft, Technik und Anmut auf eine einzigartige Weise.

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💦 Was ist Synchronschwimmen?

Synchronschwimmen, auch Artistic Swimming genannt, ist eine Mischung aus Schwimmen, Gymnastik und Tanz. Die Sportlerinnen und Sportler bewegen sich synchron zur Musik und führen dabei akrobatische Figuren, Hebungen und Drehungen aus – oft ohne dabei den Beckenboden zu berühren.

💡 Kernaspekte des Sports:
Perfekte Synchronität – mit der Musik und den anderen Schwimmerinnen
Athletik & Kraft – Haltefiguren und Sprünge erfordern viel Muskelkraft
Künstlerischer Ausdruck – Choreografien erzählen Geschichten
Wettkampfformate: Solo, Duett, Team & Kombination
Synchronschwimmen ist eine olympische Sportart, die hohe Disziplin, Ausdauer und Präzision erfordert.

Ob allein oder gemeinsam– die Bewegungen müssen perfekt abgestimmt sein, denn jede noch so kleine Abweichung fällt sofort auf. Gleichzeitig ist Synchronschwimmen extrem anstrengend: Während spektakuläre Hebefiguren und Drehungen gezeigt werden, müssen die Sportlerinnen und Sportler oft minutenlang die Luft anhalten!

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Und los geht's

Die Geschichte des Synchronschwimmens

Synchronschwimmen ist heute eine anerkannte Schwimmsportart, die bei den olympischen Spielen mit höchster Präzision ausgeführt wird. Doch wie hat sich dieser außergewöhnliche Wassersport entwickelt? Die Ursprünge liegen weit zurück und reichen bis ins 19. Jahrhundert, als das sogenannte Wasserballett erstmals als Kunstform praktiziert wurde. Über die Jahre entwickelte sich daraus ein anspruchsvoller Wettbewerb mit festen Regeln und beeindruckenden Choreografien.

Die Anfänge: Wasserballett als Kunstform

Schon im 19. Jahrhundert begannen Schwimmerinnen und Schwimmer damit, sich im Wasser rhythmisch zu bewegen und dabei elegante Figuren zu formen. Die ersten dokumentierten Vorführungen fanden in Deutschland statt – eine der frühesten Wettbewerbe wurde 1891 in Berlin ausgetragen. Damals war Synchronschwimmen noch eine Disziplin, die fast ausschließlich von Männern ausgeübt wurde.

1891

Erster Wettkampf

Erster dokumentierter Wettkampf im Synchronschwimmen findet in Berlin, Deutschland statt.

1907

Annette Kellerman

Annette Kellerman macht das „Wasserballett“ durch ihre Unterwasser-Shows in den USA bekannt.

1920er

Katherine Curtis

Katherine Curtis entwickelt moderne Techniken des Synchronschwimmens und etabliert es als eigenständige Sportart.

1957

Erster nationaler Wettbewerb

In Deutschland findet der erste nationale Wettkampf im Synchronschwimmen statt.

1968

FINA

Die FINA (Fédération Internationale de Natation) erkennt Synchronschwimmen offiziell als vierte Disziplin neben Schwimmen, Wasserspringen und Wasserball an.

1984

Olympische Spiele

Synchronschwimmen wird erstmals als olympische Disziplin bei den Olympischen Spielen in Los Angeles ausgetragen.

2015

Mixed-Duett

Mixed-Duett wird als neue Kategorie bei den Weltmeisterschaften eingeführt – Männer dürfen erstmals an offiziellen internationalen Wettbewerben teilnehmen.

2024

Männer im Synchronschwimmen

Zum ersten Mal in der Geschichte dürfen Männer im Synchronschwimmen bei den Olympischen Spielen in Paris antreten.

Mit der Zeit wuchs das Interesse am sogenannten Reigenschwimmen, einer Darbietung, bei der Gruppen synchron verschiedene Formationen im Wasser bildeten. Musik diente dabei zunächst nur zur Untermalung, doch schon bald begannen Athletinnen und Athleten, ihre Bewegungen gezielt auf den Rhythmus abzustimmen – eine Entwicklung, die später die modernen Wettbewerbe prägte.

Annette Kellerman: Die erste "Meerjungfrau" der Geschichte

Ein altes schwarz-weiß Portrait von Annette Kellermann im Badeanzug.

Eine der Schlüsselfiguren in der frühen Geschichte des Synchronschwimmens war die australische Schwimmerin Annette Kellerman. Anfang des 20. Jahrhunderts machte sie durch ihre spektakulären Auftritte als Unterwasserakrobatin in den USA auf sich aufmerksam. Ihre Shows in einem gläsernen Wassertank zogen zahlreiche Zuschauer an und machten das „Schwimmen mit Stil“ populär.

Kellerman war eine echte Pionierin: Sie setzte sich nicht nur für das Synchronschwimmen ein, sondern revolutionierte auch die Mode in diesem Bereich. Während Frauen damals noch in langen Kleidern schwimmen mussten, trat sie in einem engen, körperbetonten Schwimmanzug auf – ein Skandal, der aber letztendlich dazu führte, dass funktionellere Schwimmkleidung für Damen eingeführt wurde. Interessierte Schwimmer können sich auch im schwimmunterricht hamburg über moderne Trainingsmethoden informieren.

Katherine Curtis: Die Geburtsstunde des modernen Synchronschwimmens

Die nächste bedeutende Figur in der Entwicklung des Sports war Katherine Curtis, eine amerikanische Schwimmerin und Trainerin. In den 1920er-Jahren begann sie, systematische Techniken und Choreografien für das Synchronschwimmen zu entwickeln. Ihr Ziel war es, die Kombination aus Tanz, Gymnastik und Schwimmen zu perfektionieren.

Curtis war auch diejenige, die diesen Schwimmsport von einer reinen Show-Darbietung in eine ernsthafte Wettkampfdisziplin verwandelte. Sie führte strenge Bewertungskriterien ein und organisierte die ersten offiziellen Wettbewerbe in den USA. Ihre Bemühungen trugen maßgeblich dazu bei, dass Synchronschwimmen als eigenständige Sportart anerkannt wurde. In Städten wie Hannover wird professioneller Schwimmunterricht Hannover angeboten, der jungen Sportlern zugutekommt.

Von der Show zum Wettkampfsport

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Synchronschwimmen weiter. Besonders in Nordamerika gewann der Schwimmsport an Beliebtheit, und in den 1950er-Jahren fanden immer mehr nationale und internationale Wettkämpfe statt. Schließlich wurde der Sport 1968 von der FINA (Fédération Internationale de Natation) offiziell als vierte Disziplin neben Schwimmen, Wasserspringen und Wasserball anerkannt.

Vier Synchronschwimmerinnen heben ein Bein in die Luft.
Das Synchronschwimmen entwickelt sich von der Show zum Wettkampfsport. | Credits: Hugo van Gelderen

Ein großer Meilenstein wurde 1984 erreicht, als Synchronschwimmen erstmals als offizielle Disziplin in das Programm der olympischen Spiele in Los Angeles aufgenommen wurde. Damals wurden Solo- und Duett-Kategorien ausgetragen. Später wurde die Team-Disziplin ergänzt, die heute eine der spektakulärsten Darbietungen bei den Olympischen Spielen ist.

Heute ist Synchronschwimmen – oder Artistic Swimming, wie es offiziell heißt – eine weltweit anerkannte Wassersportart, die in zahlreichen Ländern ausgeübt wird. Besonders Russland, China und Japan dominieren die internationalen Wettbewerbe, doch auch europäische Nationen wie Spanien, Frankreich und Deutschland sind stark vertreten.

Regeln und Wettkampfformate

Die Athletinnen und Athleten müssen beim Synchromschwimmen nicht nur schwimmen, sondern auch komplexe Choreografien perfekt abgestimmt auf die Musik präsentieren. Dabei gibt es feste Richtlinien, nach denen Synchronschwimmer bewertet werden.

Die Disziplinen

Synchronschwimmen kann in verschiedenen Wettkampfformaten ausgetragen werden. Je nach Kategorie treten die Athletinnen und Athleten allein oder gemeinsam an.

Solo – Die Kunst der Einzelperformance

Im Solo-Wettbewerb zeigt eine Synchronschwimmerin oder ein Synchronschwimmer eine Choreografie zur Musik. Hier kommt es besonders auf Ausdrucksstärke, Technik und perfekte Synchronität zur Musik an. Das Solo ist die persönlichste und künstlerischste Form des Synchronschwimmens.

Duett – Zwei in perfekter Harmonie

Im Duett treten zwei Schwimmerinnen oder Schwimmer an und müssen ihre Bewegungen perfekt aufeinander abstimmen. Die Herausforderung besteht darin, gleichzeitig identische Bewegungen auszuführen oder sich in einer fließenden Choreografie zu ergänzen.

Team – Synchronität auf höchstem Niveau

Beim Team-Wettbewerb treten vier bis acht Sportlerinnen und Sportler gemeinsam an. Je größer die Gruppe, desto schwieriger wird es, eine fehlerfreie Synchronität zu erreichen. Dieses Event gehört neben anderen Wassersportarten wie z. B. Wasserball zu den spektakulärsten Disziplinen bei den Olympischen Spielen.

Kombination – Die Vielfalt des Synchronschwimmens

In der Kombination wechseln sich verschiedene Elemente aus Solo, Duett und Team ab. Dadurch entsteht eine besonders abwechslungsreiche Darbietung, die alle Facetten des Synchro-Sports zeigt.

Bewertungskriterien

Die Bewertung im Synchronschwimmen folgt strengen Richtlinien, die von der FINA (Fédération Internationale de Natation) festgelegt werden. Ein Wettbewerb besteht entweder aus reinen Kür-Wettbewerben oder einer Kombination aus Kür- und Pflichtwettkämpfen. Die Endwertung setzt sich aus der Leistung in der freien, der technischen Kür und/oder dem Pflichtwettkampf zusammen.

Freie Kür – Maximale Kreativität

Die freie Kür gibt den Sportlerinnen und Sportlern den größten kreativen Spielraum. Sie wählen die Musik selbst und entwickeln ihre eigene Choreografie. Dabei sind elegante Arm- und Beinkombinationen, Formationswechsel und Hebefiguren erlaubt. Spiegelbilder und Partnerübungen sorgen für eindrucksvolle Effekte.

Je nach Disziplin variiert die Zeitdauer:

  • Solo: 2:30 Minuten
  • Duett: 3:00 Minuten
  • Team: 4:00 Minuten
  • Free Combination: 4:30 Minuten

Bewertet wird die Performance nach drei Hauptkriterien:

  • Execution (Ausführung & Synchronität) → 30 %
  • Artistic Impression (künstlerischer Ausdruck & Musikinterpretation) → 40 %
  • Degree of Difficulty (Schwierigkeit der Darbietung) → 30 %

The greatest efforts in sports came when the mind is as still as a glass lake.

Timothy Gallwey

Technische Kür – Pflicht mit künstlerischem Anspruch

Die technische Kür enthält festgelegte Pflicht-Elemente, die in einer bestimmten Reihenfolge absolviert werden müssen. Diese Elemente fordern höchste Präzision und Synchronität. Die Musik ist frei wählbar, doch die Choreografie muss an die technischen Vorgaben angepasst sein.

Die Bewertungsstruktur unterscheidet sich leicht:

  • Execution (Technische Ausführung & Synchronität) → 30 %
  • Artistic Impression (Schwierigkeit, Choreografie & Interpretation der Musik) → 30 %
  • Pflicht-Elemente (Vorgegebene Figuren & Sprünge) → 40 %

Pflichtwettkampf – Präzision zählt

Im Pflichtwettkampf zeigen die Athletinnen und Athleten vier vorgegebene Figuren, die von der FINA definiert wurden. Zwei Figuren stehen fest, zwei weitere werden kurz vor dem Wettbewerb ausgelost. Jede Figur wird von einer Jury auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet:

PunkteBewertung
10Perfekt
8,9 – 8,0Sehr gut
6,9 – 6,0Kompetent
4,9 – 4,0Mangelhaft
1,9 – 0,1Kaum erkennbar
0Nicht ausgeführt

Die höchste und niedrigste Note werden gestrichen, der Durchschnitt der verbleibenden Bewertungen wird mit dem Schwierigkeitsgrad der Figur multipliziert.

Das Gesamtergebnis und der Weg ins Finale

Je nach Wettkampf werden Pflicht und Kür unterschiedlich gewichtet:

  • Zwei Disziplinen: Pflicht/Technische Kür (50 %) + Freie Kür (50 %)
  • Drei Disziplinen: Pflicht (25 %) + Technische Kür (25 %) + Freie Kür (50 %)

Die besten zwölf Athletinnen oder Teams qualifizieren sich für das Finale, das in den meisten Fällen 100 % der Endwertung ausmacht.

Physische und mentale Anforderungen

Synchronschwimmen ist ein anspruchsvoller Schwimmsport, der sowohl körperliche als auch mentale Höchstleistungen erfordert. Die Athletinnen und Athleten müssen minutenlang unter Wasser arbeiten, während sie komplexe Figuren ausführen – oft ohne eine einzige Atempause. Die Kombination aus Kraft, Ausdauer, Flexibilität und Rhythmusgefühl macht diesen Sport einzigartig.

VereinOrt
Erster Sodener Schwimm-Club 1927 e.V.Bad Soden am Taunus
Fördenixen des TSB FlensburgFlensburg
Frankfurter Volleyball Verein e.V. (FVV)Frankfurt am Main
SG Stadtwerke MünchenMünchen
Schwimmverein Würzburg 05Würzburg
Schwimmgemeinschaft EssenEssen
Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 e.V.Bonn
SC Wedding 1929 e.V.Berlin

Da Bewegungen synchron zur Musik und zu den Partner-Schwimmerinnen erfolgen müssen, sind höchste Körperkontrolle und mentale Stärke gefragt. Besonders in Teamdisziplinen kommt es auf perfektes Timing und Vertrauen in die anderen an. Das Training beginnt oft schon im Kinder-Alter, um früh die Koordination und die spezifischen Techniken zu erlernen. Ein erfahrener Schwimmtrainer Berlin kann dabei helfen, Technik und Ausdauer weiter zu optimieren.

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