Japanisch lernen klingt am Anfang oft nach einem ziemlich grossen Projekt. Neben neuen Wörtern und einer ungewohnten Grammatik warten schliesslich gleich mehrere Schriftsysteme auf dich. Die gute Nachricht: Du musst weder Hunderte Kanji beherrschen noch komplizierte Sätze bilden können, bevor du erste Erfolgserlebnisse hast.
In Bern findest du verschiedene Möglichkeiten, Japanisch zu lernen – vom klassischen Gruppenkurs über Abendkurse bis zum privaten Japanischunterricht. Für Anfänger geht es zunächst darum, ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln, einfache Gespräche zu führen und Schritt für Schritt Hiragana und Katakana kennenzulernen.
Für wen eignet sich ein Japanischkurs in Bern?
Ein Japanischkurs in Bern eignet sich nicht nur für Menschen, die bereits eine konkrete Japanreise planen. Vielleicht schaust du japanische Filme oder Anime im Original, interessierst dich für Literatur und Kultur oder möchtest die Sprache aus beruflichen Gründen lernen. Andere beginnen einfach, weil sie Lust auf eine neue Herausforderung haben.
Besonders hilfreich ist ein Kurs, wenn du noch ganz am Anfang stehst. Japanisch unterscheidet sich in Satzbau, Aussprache und Schrift deutlich vom Deutschen. Eine erfahrene Lehrkraft kann dir von Beginn an zeigen, wie die Sprache funktioniert und dir helfen, typische Fehler zu vermeiden.
Eigentlich möchtest du in Zürich Unterricht für Japanisch? Lies unseren Artikel zum Thema.
Welche Möglichkeiten gibt es, in Bern Japanisch zu lernen?
In Bern ist die Auswahl zwar kleiner als bei Englisch oder Französisch, trotzdem gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für deinen Einstieg.
Bei der Klubschule Migros in der Welle7 direkt beim Bahnhof Bern werden beispielsweise Japanischkurse für Anfänger angeboten. Ein aktuell ausgeschriebener Minigruppenkurs umfasst 15 Lektionen à 50 Minuten an zehn Kurstagen und kostet CHF 532.50 exklusive Lehrmittel. Vorkenntnisse sind dafür nicht notwendig.
Auch die Volkshochschule Bern führt Japanischkurse. Im Herbstsemester 2026 steht beispielsweise ein A1/2-Kurs auf dem Programm, der bereits erste Vorkenntnisse voraussetzt. Wer ganz neu beginnt, sollte daher gezielt nach einem A1/1-Kurs oder einem vergleichbaren Einstiegskurs schauen.
Eine weitere Möglichkeit ist die International Language School Bern (ILS). Dort gibt es sowohl Gruppenkurse als auch individuell planbaren Privatunterricht. Die Abendkurse werden unter anderem auf Niveau A1 angeboten. Ein zwölfwöchiges Modul mit 24 Lektionen kostet derzeit CHF 720, das Unterrichtsmaterial kommt zusätzlich dazu.
Wer besonders flexibel lernen möchte, kann ausserdem Privatunterricht wählen.
| Möglichkeit | Format | Geeignet für | Preisbeispiel |
|---|---|---|---|
| Klubschule Migros Bern | Präsenz, Minigruppe | Anfänger ohne Vorkenntnisse | CHF 532.50 für 15 × 50 Min. |
| Volkshochschule Bern | Gruppenkurs | Anfänger und Teilnehmer mit Vorkenntnissen | z. B. CHF 507 für einen A1/2-Kurs |
| ILS Bern | Abendkurs oder Privatunterricht | Anfänger bis Fortgeschrittene | z. B. CHF 720 für 24 Lektionen |
| Benedict Bern | Privatunterricht | Flexible und individuelle Lernziele | CHF 90 pro 50 Min. |
| Private Lehrer | Privat, teils online | Individuelles Lerntempo | auf Superprof in Bern Ø ca. CHF 30/h |
Japanisch für Anfänger in Bern: Das lernst du im A1-Einstieg
Wenn du Japanisch als Anfänger lernst, musst du dir über komplizierte Grammatik oder lange Kanji-Listen zunächst keine Gedanken machen. Im ersten Kurs geht es vor allem um Situationen, die dir im Alltag tatsächlich begegnen könnten.
Du lernst beispielsweise, dich vorzustellen, andere Personen nach ihrem Namen oder Beruf zu fragen, über deine Familie zu sprechen, Zahlen und einfache Zeitangaben zu verstehen oder in einem Café etwas zu bestellen.
Typische Themen eines Japanischkurses auf A1-Niveau sind:
- Begrüssung und Vorstellung
- Zahlen, Uhrzeiten und einfache Datumsangaben
- Familie und Personen
- grundlegender Wortschatz
- einfache Satzstrukturen
- Fragen stellen und beantworten
- Hörverständnis und Aussprache
- erste Lese- und Schreibübungen
- Hiragana und Katakana
- Einblicke in japanischen Alltag und Kultur
Hiragana lernen in Bern: Der erste Schritt zur japanischen Schrift
Hiragana ist eines der japanischen Silbenalphabete und gehört zu den ersten Dingen, die du beim Japanischlernen kennenlernen wirst. Es besteht aus 46 Grundzeichen, die jeweils für einen Laut beziehungsweise eine Silbe stehen.
Zum Beispiel:
- あ – a
- か – ka
- さ – sa
- た – ta
- な – na
Beim Schreiben ist hier auch die Reihenfolge der Striche wichtig:

Viele Anfänger lernen Hiragana parallel zu ersten gesprochenen Sätzen. Danach folgt meistens Katakana, das unter anderem für viele Fremdwörter und ausländische Namen verwendet wird.
Statt einmal pro Woche eine Stunde lang Zeichen auswendig zu lernen, bringt dich tägliche Wiederholung meist schneller weiter. Schon zehn Minuten können reichen: fünf neue Zeichen schreiben, die bisherigen wiederholen und anschliessend versuchen, einfache japanische Wörter zu lesen.
Romaji – also Japanisch in lateinischer Schrift – können am Anfang eine Hilfe sein. Du solltest dich allerdings nicht zu lange darauf verlassen. Sobald du einfache Wörter direkt als こんにちは statt als konnichiwa erkennst, wird dir auch der weitere Einstieg in die japanische Schrift leichter fallen.
Auch ein Japanisch Kurs in Basel kann sich lohnen.
So findest du den richtigen Japanischkurs in Bern
Der teuerste oder umfangreichste Kurs ist nicht automatisch der beste. Viel wichtiger ist, dass der Unterricht zu deinem Alltag, deinem Lerntempo und deinem Ziel passt.
Welcher Kurstyp passt zu dir?
👥 Gruppenkurs
Gut für dich, wenn du gerne gemeinsam mit anderen lernst, feste Termine motivierend findest und regelmässig Japanisch sprechen möchtest. Gruppenkurse sind ausserdem meist günstiger als Privatunterricht.
💁♂️ Privatunterricht
Sinnvoll, wenn du besonders flexibel lernen möchtest, unregelmässige Arbeitszeiten hast oder ein konkretes Ziel wie eine Japanreise, berufliches Japanisch oder eine Prüfung verfolgst.
💻 Online-Unterricht
Praktisch, wenn du ausserhalb von Bern wohnst oder dich nicht an einen festen Kursort binden möchtest. Online kannst du ausserdem aus einem deutlich grösseren Angebot an Japanischlehrern wählen.
Vor deiner Anmeldung prüfe auch:
Kursniveau: Beginnt der Kurs wirklich bei null oder werden Hiragana und erste Grammatikkenntnisse bereits vorausgesetzt?
Gruppengrösse: In kleinen Gruppen kommst du häufiger selbst zum Sprechen.
Lernschwerpunkt: Manche Kurse konzentrieren sich stärker auf Konversation, andere auf Schrift und Grammatik.
Kurszeiten: Ein guter Kurs hilft wenig, wenn du jeden zweiten Termin verpassen musst.
Lehrkraft: Achte darauf, dass dein Lehrer Erfahrung mit Japanisch als Fremdsprache hat und dir grammatische Unterschiede verständlich erklären kann.
Fortsetzungsmöglichkeiten: Wenn du langfristig lernen möchtest, ist es praktisch, wenn du nach dem Einstieg direkt mit A1/2 oder A2 weitermachen kannst.
Lernplan: Mit welchem Fortschritt kannst du rechnen?
Wie schnell du Japanisch lernst, hängt weniger davon ab, ob du ein besonderes Sprachtalent hast, sondern vor allem davon, wie regelmässig du dich mit der Sprache beschäftigst.
Ein realistischer Einstieg könnte so aussehen:
Nach den ersten zwei bis vier Wochen
Du kennst erste Begrüssungen und einfache Standardsätze. Gleichzeitig beginnst du mit Hiragana und kannst vielleicht bereits deinen Namen oder einzelne Wörter in japanischer Schrift erkennen.
Nach etwa zwei bis drei Monaten
Bei regelmässigem Unterricht und zusätzlichem Üben kannst du einfache Fragen stellen und beantworten, über dich selbst sprechen und kurze Alltagssituationen bewältigen. Hiragana erkennst du zunehmend schneller und wahrscheinlich beschäftigst du dich inzwischen auch mit Katakana.
Nach sechs Monaten
Wenn du jede Woche Unterricht hast und zusätzlich mehrmals pro Woche selbst lernst, wird dein aktiver Wortschatz deutlich grösser. Einfache Dialoge funktionieren zunehmend, ohne dass du vorher jeden Satz im Kopf übersetzen musst. Gleichzeitig kommen nach und nach erste Kanji dazu.
Nach einem Jahr
Wer kontinuierlich lernt, hat ein solides Fundament aufgebaut. Wie weit du genau kommst, hängt allerdings stark von Kursintensität und Selbstlernzeit ab. Eine Unterrichtsstunde pro Woche ohne Wiederholung zu Hause führt zu einem ganz anderen Ergebnis als regelmässiger Unterricht plus kurze tägliche Übungen.
Wichtiger als möglichst schnell ein bestimmtes Niveau zu erreichen, ist deshalb die Regelmässigkeit.
Du bist auf der suche nach Unterricht für Japanisch in Winterthur?
Praktische Tipps, um zwischen den Lektionen schneller Japanisch zu lernen
Der eigentliche Sprachkurs gibt dir Struktur. Den grössten Unterschied macht aber häufig das, was zwischen zwei Lektionen passiert.
Versuche deshalb, Japanisch in kleinen Portionen in deinen Alltag einzubauen.
Zehn Minuten sind besser als eine Stunde am Sonntag
Wiederhole jeden Tag einige Vokabeln oder Schriftzeichen. Kurze, regelmässige Einheiten helfen besonders beim Lernen von Hiragana, Katakana und Kanji.
Sprich von Anfang an laut
Lies neue Wörter und Beispielsätze nicht nur still. Wenn du sie laut aussprichst, trainierst du gleichzeitig Aussprache, Sprachrhythmus und Erinnerung.
Schreib mit der Hand
Gerade bei Hiragana und Katakana hilft Schreiben dabei, ähnliche Zeichen auseinanderzuhalten. Achte dabei auch auf die richtige Strichreihenfolge.
Nutze Japanisch, das dich wirklich interessiert
Wenn du Anime magst, achte auf wiederkehrende Ausdrücke. Hörst du japanische Musik, suche einzelne Wörter aus einem Song heraus. Kochst du gerne, lerne die japanischen Namen einiger Zutaten. Dein Lernmaterial muss nicht ausschliesslich aus dem Lehrbuch kommen.
Nutze kostenlose Materialien
Die Japan Foundation stellt beispielsweise zahlreiche Ressourcen für Menschen bereit, die Japanisch lernen möchten. Dazu gehören Online-Kurse, Übungen und ergänzende Materialien zu verschiedenen Lernstufen.
Eine gute Kombination kann beispielsweise so aussehen: einmal pro Woche Japanischunterricht in Bern, an vier oder fünf Tagen jeweils zehn bis zwanzig Minuten Selbststudium und zusätzlich etwas japanischer Input durch Videos, Podcasts oder Musik.
Japanisch lernen in Bern – jetzt den passenden Einstieg wählen
Wenn du Japanisch in Bern lernen möchtest, hast du mehrere Möglichkeiten. Für einen strukturierten Einstieg ohne Vorkenntnisse kommen beispielsweise Anfängerkurse bei Sprachschulen infrage. Wer lieber in einer kleinen Gruppe lernt, findet ebenfalls entsprechende Angebote. Möchtest du möglichst flexibel bleiben, kannst du dich für privaten Japanischunterricht oder einen Online-Kurs entscheiden.
Mach dir dabei keinen Druck, möglichst schnell Kanji lesen oder lange Gespräche führen zu müssen. Ein guter Einstieg beginnt viel kleiner: die ersten Hiragana erkennen, dich auf Japanisch vorstellen, eine einfache Frage verstehen – und in der nächsten Woche ein bisschen mehr können als in der Woche davor.
Bern ist nicht die einzige Stadt, in der du gut Japanisch lernen kannst: Lies unseren Beitrag zu den besten Japanisch Kursen in der Schweiz.
Mit KI zusammenfassen:









