Neben Wortschatz und Grammatik warten im Japanischen gleich drei Schriftsysteme auf dich – und spätestens bei Höflichkeitsformen merkst du, dass Sprache und Kultur im Japanischen eng miteinander verbunden sind. Die gute Nachricht: Du musst das alles nicht auf einmal beherrschen.

Wenn du Japanisch in der Schweiz lernen möchtest, hast du inzwischen eine ziemlich grosse Auswahl. In Zürich, Bern, Basel, Luzern oder Lausanne findest du klassische Sprachkurse, daneben gibt es Onlinekurse, Privatunterricht und Angebote an Hochschulen. Welcher Japanischkurs zu dir passt, hängt deshalb vor allem davon ab, warum du lernst, wie viel Zeit du investieren kannst und wie individuell der Unterricht sein soll.

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Und los geht's

Möglichkeiten, Japanisch in der Schweiz zu lernen

Wenn du Japanisch in der Schweiz lernen möchtest, bist du längst nicht auf Zürich oder Basel angewiesen. Präsenzkurse gibt es aktuell unter anderem in Zürich, Winterthur, Baden, Bern, Basel, Solothurn, Olten, St. Gallen, Schaffhausen, Fribourg, Lausanne und im Raum Genf. Dazu kommen Online- und Hybridkurse sowie Privatunterricht.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, ob du einen langfristigen Sprachkurs, einen schnellen Einstieg oder besonders flexiblen Unterricht suchst.

Klassische Gruppenkurse: regelmässig und mit festem Lernplan

Ein Klassenzimmer
Bild: Vitaly Gariev, Unsplash

Für die meisten Anfänger ist ein Japanischkurs in einer festen Gruppe ein guter Ausgangspunkt. In der Regel triffst du dich einmal pro Woche und arbeitest dich gemeinsam mit derselben Gruppe durch Wortschatz, Grammatik, Hörverständnis und die japanische Schrift. Besonders Volkshochschulen, Sprachschulen und die Klubschule bieten solche Kurse an.

Wenn du in Zürich Japanisch lernen möchtest, gehört die Volkshochschule Zürich zu den Anbietern mit einem langfristig aufgebauten Japanischprogramm. In einem aktuellen A1-Kurs finden beispielsweise 15 Termine à 75 Minuten statt; der Kurs kostet CHF 540. Auch die ZHAW bietet Japanisch an – und zwar nicht ausschliesslich für eigene Studierende.

In Bern ist das Angebot ebenfalls vergleichsweise gross. Die Volkshochschule Bern führt mehrere Niveaustufen. Ein aktueller A1/2-Kurs kostet CHF 507. Als Lehrmittel kommt Minna no Nihongo zum Einsatz. Daneben bietet die International Language School Bern Abendkurse von A1 bis C1 an. Die regulären Kurse finden einmal pro Woche statt; ein zwölfwöchiger Kursabschnitt mit 24 Lektionen kostet aktuell CHF 720.

Dass du auch ausserhalb der grössten Städte Japanisch lernen kannst, zeigt Solothurn besonders gut. Die dortige Volkshochschule bietet im zweiten Halbjahr 2026 Kurse von A0 für komplette Anfänger bis B2 an.

Auch in der französischsprachigen Schweiz gibt es ein eigenständiges Kursangebot. In Lausanne führt die Université Populaire Lausanne gleich mehrere Japanischkurse. Das Angebot reicht von zwei Kursen für komplette Anfänger über weiterführende Stufen bis zu einem eigenen Kurs „Japonais pour les voyages“.

In Genf gehört ifage zu den grösseren Anbietern. Der aktuelle Kurs Japanisch A1 (1/4) läuft von September 2026 bis Januar 2027 und umfasst 15 Abende beziehungsweise insgesamt 22,5 Unterrichtsstunden. Der Preis liegt bei CHF 595. Aufbaukurse innerhalb des A1-Niveaus werden ebenfalls angeboten.

Auch die Klubschule deckt viele Regionen ab. In ihrem aktuellen Angebot finden sich Anfängerkurse beispielsweise in Bern, Fribourg, Olten, St. Gallen, Zürich, Schaffhausen, Basel und Baden. Weiterführende Kurse gibt es unter anderem auch in Winterthur.

Hybridkurse

Wenn du schneller vorankommen möchtest als mit einer Lektion pro Woche, lohnt sich ein Blick auf Intensivkurse. Die Sprachschule Aktiv in Basel bietet beispielsweise Japanisch-Intensivkurse von Montag bis Freitag jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr an. Du kannst aktuell zwischen einer und vier Wochen buchen und so in Basel Japanisch lernen. Die Preise reichen von CHF 410 für eine Woche bis CHF 1'100 für vier Wochen.

Intensivkurse

Ein Intensivkurs ist vor allem interessant, wenn du vor einer Reise, einem längeren Japanaufenthalt oder einem Studium möglichst schnell Grundlagen aufbauen möchtest. Für einen langfristigen Einstieg neben einem Vollzeitjob ist das klassische Wochenmodell meist leichter durchzuhalten.

Japanisch an einer Hochschule: oft intensiver und systematischer

Ein Uni Saal
Bild: Henry Storck, Unsplash.

Hochschulkurse unterscheiden sich häufig deutlich von klassischen Freizeitkursen. Sie sind stärker an Semestern ausgerichtet, verlangen regelmässige Teilnahme und können Prüfungen oder Leistungsnachweise enthalten.

An der Universität Bern werden im Herbstsemester 2026 beispielsweise Kurse auf A1 angeboten. A1- und A2-Kurse umfassen insgesamt 48 Lektionen: zwölf Wochen lang hast du zweimal wöchentlich 90 Minuten Unterricht. Der reguläre Preis beträgt CHF 1'100 pro Semester. Studierende der Universität Bern sowie bestimmter Partnerhochschulen erhalten 50 Prozent Ermässigung, Doktorierende 25 Prozent.

Das Sprachenzentrum von UZH und ETH Zürich führt Japanischkurse ebenfalls über mehrere aufeinander aufbauende Stufen. Die Kurse finden ausschliesslich während des Semesters statt und werden je nach Stufe abwechselnd im Herbst- oder Frühjahrssemester angeboten.

An der Hochschule Luzern gibt es ebenfalls semesterweise Japanisch. Der Kurs steht in erster Linie Studierenden der HSLU offen; Mitarbeitende können freie Plätze nutzen, externe Teilnehmer werden kostenpflichtig zugelassen, sofern Plätze verfügbar sind.

Online- und Hybridkurse: Japanisch lernen unabhängig vom Wohnort

Hände einer Person vor einem Laptop beim Meeting
Bild: Headway, Unsplash.

Wenn du auf dem Land wohnst, häufig unterwegs bist oder schlicht keinen passenden Termin in deiner Nähe findest, musst du dich nicht auf Selbstlern-Apps beschränken. Möglich sind auch Live-Onlinekurse mit festen Lehrpersonen und Gruppen.

Bei der Klubschule kostet eine aktuelle Online-Minigruppe für komplette Anfänger beispielsweise CHF 495 für 15 Lektionen à 50 Minuten. Daneben entstehen zunehmend Hybridkurse. In Aarau bietet die Klubschule beispielsweise A1- und A2-Minnigruppen an, bei denen Präsenz- und Onlineunterricht kombiniert werden. Damit bekommst du einen festen Kurs und eine feste Gruppe, musst aber nicht für jede Lektion vor Ort sein.

Privatunterricht: sinnvoll für spezielle Ziele

Eine Person mit Buch im Klassenzimmer
Bild: Sean Kong, Unsplash.

Privatunterricht lohnt sich vor allem dann, wenn du spezielle Bedürfnisse hast. Vielleicht brauchst du die Sprache für einen beruflichen Aufenthalt, möchtest dich auf den JLPT vorbereiten, hast bereits unregelmässig selbst gelernt oder willst vor einer Japanreise besonders viel Konversation trainieren.

Die Preise liegen dabei meist höher als bei einem Gruppenkurs. Bei der ILS Bern kostet eine einzelne Lektion innerhalb eines Zehnerpakets beispielsweise CHF 75. Bei der Klubschule kostet Privatunterricht für's Japanisch lernen in Bern aktuell CHF 1'200 für zehn Lektionen à 50 Minuten.

Privatunterricht ist damit zwar die teuerste Variante, bietet dir aber auch die grösste Freiheit. Besonders für Prüfungsvorbereitung, Business-Japanisch, Konversation oder den Wiedereinstieg nach einer längeren Lernpause kann sich diese Individualisierung lohnen.

Vergleich: Welches Kursformat passt zu dir?

Die genauen Angebote können sich natürlich ändern, also schau vor dem Buchen immer nochmal beim jeweiligen Anbieter vorbei. Hier allerdings schonmal eine Übersicht zur ersten Orientierung:

KursformatBesonders geeignet fürVorteileMögliche NachteileSchweizer Preisbeispiel
Gruppenkurs vor OrtRegelmässiges, langfristiges LernenFester Lernrhythmus, Austausch, klare StrukturWeniger individuellz. B. CHF 741 für 30 × 50 Min. in Zürich
Online-GruppenkursFlexibles Lernen von zu HauseKeine Anfahrt, trotzdem Live-UnterrichtFeste Termine, weniger persönlicher Kontaktz. B. CHF 495 für 15 × 50 Min.
PrivatunterrichtIndividuelle Ziele und schnelles FeedbackTempo und Inhalte frei wählbarMeist teurer als GruppenkurseJe nach Lehrer sehr unterschiedlich
IntensivkursSchneller Einstieg oder Vorbereitung auf JapanViele Lektionen in kurzer ZeitHoher ZeitaufwandIn Basel z. B. CHF 410 bis CHF 1'100 für 1–4 Wochen
HochschulkursStudenten und akademisches LernenSystematischer Aufbau, teilweise ECTS oder ErmässigungenZugang teilweise eingeschränktUni Bern: CHF 1'100 für A1/A2, mit möglichen Rabatten
SelbststudiumErgänzung zum UnterrichtFlexibel und teilweise kostenlosWeniger Feedback und VerbindlichkeitKostenlose Materialien z.b. über die Japan Foundation verfügbar

Den passenden Japanischkurs auswählen

Der günstigste oder nächstgelegene Kurs ist nicht automatisch der beste. Bevor du dich anmeldest, solltest du zuerst überlegen, wofür du Japanisch lernen möchtest.

Wenn du hauptsächlich eine Japanreise planst, brauchst du beispielsweise nicht sofort hunderte Kanji. Dann sind Hörverständnis, Aussprache und typische Situationen wichtiger.

Willst du Japanisch dagegen über mehrere Jahre lernen, in Japan studieren oder irgendwann den JLPT ablegen, sollte dein Kurs von Anfang an systematisch Grammatik, Lesen, Hören und Schrift verbinden.

beenhere
Wie viel Zeit braucht Japanisch?

Plane nicht nur die eigentliche Kurszeit ein. Gerade bei Hiragana, Katakana, Kanji und Wortschatz bringt regelmässiges Wiederholen ausserhalb des Unterrichts viel. Rechne deshalb neben dem Unterricht mit zusätzlicher Selbstlernzeit; für das gesamte Niveau A1 solltest du insgesamt mit etwa 100 bis 120 Stunden Lernzeit planen.

Checkliste: So findest du den richtigen Japanischkurs

  • Passt das Kursniveau wirklich zu meinen Vorkenntnissen?
  • Liegt der Schwerpunkt auf meinen Zielen – etwa Reise, Alltag, JLPT oder Beruf?
  • Werden Sprechen, Hören, Lesen und Schreiben gemeinsam trainiert?
  • Lerne ich von Anfang an Hiragana und Katakana?
  • Werden später auch Kanji systematisch eingeführt?
  • Passt der Kurstermin dauerhaft in meinen Alltag?
  • Habe ich neben dem Unterricht Zeit zum Wiederholen?
  • Wie gross ist die Gruppe?
  • Sind Lehrmittel bereits im Kurspreis enthalten?
  • Gibt es einen Einstufungstest oder eine Probelektion?
  • Kann ich nach dem Kurs auf dem nächsten Niveau weitermachen?

Gerade wenn du bereits ein wenig Japanisch gelernt hast, solltest du ausserdem nicht automatisch wieder bei A1 anfangen. Viele Sprachschulen bieten Einstufungstests an oder ermöglichen nach Rücksprache einen Quereinstieg.

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Hiragana, Katakana und Kanji lernen

Eine der grössten Besonderheiten des Japanischen ist die Schrift. Im Alltag begegnen dir Hiragana, Katakana und Kanji häufig innerhalb desselben Satzes.

Hiragana

Hiragana ist für Anfänger der wichtigste erste Schritt. Die Schrift wird unter anderem für grammatische Endungen und zahlreiche japanische Wörter verwendet. Es gibt 46 grundlegende Hiragana-Zeichen.

Du solltest deshalb relativ früh versuchen, dich von Umschriften mit lateinischen Buchstaben – sogenannten Romaji – zu lösen. Wenn du jedes neue Wort direkt in Hiragana lesen lernst, wird die japanische Schrift schnell weniger fremd.

Katakana

Auch Katakana besteht aus 46 grundlegenden Zeichen. Es wird besonders häufig für Fremdwörter, Namen, Lautmalerei und bestimmte Hervorhebungen verwendet.

So wird beispielsweise das englische Wort coffee im Japanischen zu コーヒー (kōhī). Gerade weil viele Katakana-Wörter aus dem Englischen stammen, wirken sie auf den ersten Blick einfach. Die japanische Aussprache kann sich vom ursprünglichen Wort allerdings deutlich unterscheiden.

Kanji

Kanji sind komplexer. Ein einzelnes Zeichen kann eine Bedeutung tragen und je nach Wort unterschiedlich ausgesprochen werden. Statt zu versuchen, isolierte Listen mit hunderten Zeichen auswendig zu lernen, ist es meist sinnvoller, Kanji direkt zusammen mit Wörtern zu lernen.

Inhalte eines Japanischkurses für Anfänger

In deinen ersten Japanischstunden wirst du wahrscheinlich schneller vollständige Sätze bilden können, als du erwartest. Typische Themen eines Anfängerkurses sind beispielsweise:

  • Begrüssung und Vorstellung
  • Herkunft, Beruf und Familie
  • Zahlen, Uhrzeiten und Wochentage
  • Essen und Trinken
  • Einkaufen und Preise
  • Wegbeschreibungen
  • einfache Fragen und Antworten
  • grundlegende Verben und Adjektive
  • erste Höflichkeitsformen
  • Hiragana und Katakana
  • erste Kanji

Dazu kommen Grundlagen der japanischen Grammatik. Eine wichtige Umstellung für deutschsprachige Anfänger ist beispielsweise die Satzstruktur: Das Verb steht im Japanischen normalerweise am Ende des Satzes.

Guter Japanischunterricht vermittelt aber nicht nur Regeln. Sprache hängt stark von Situation und Verhältnis der Gesprächspartner ab. Deshalb gehören auch kulturelle Aspekte wie Begrüssung, Höflichkeit, Kommunikation im Restaurant oder Verhalten bei Einladungen sinnvollerweise zum Unterricht. Genau diesen Ansatz verfolgen beispielsweise die A1-Kurse der Klubschule und die Materialien der Japan Foundation, die Sprache und Kultur bewusst miteinander verbinden.

📺 Wo anfangen?

Japanisch für Reise, Beruf, Studium und JLPT

Nicht jeder braucht denselben Japanischkurs in der Schweiz. Dein Lernziel sollte bestimmen, welche Inhalte besonders wichtig sind.

Japanisch für die Reise

Für eine zwei- oder dreiwöchige Japanreise brauchst du keine perfekte Grammatik. Viel hilfreicher sind praktische Sätze:

  • nach dem Weg fragen
  • im Restaurant bestellen
  • nach Preisen fragen
  • Fahrkarten kaufen
  • im Hotel kommunizieren
  • einfache Gespräche beginnen
  • Schilder und wichtige Hinweise erkennen

Ein kompakter Reisekurs ist deshalb sinnvoller als ein umfangreicher A1-Kurs, wenn deine Abreise bereits in wenigen Monaten bevorsteht.

Du bist auf der Suche nach einem Japanisch Kurs in Winterthur?

Japanisch für den Beruf

Berufliches Japanisch setzt meist solide allgemeine Sprachkenntnisse voraus. Neben Wortschatz spielen Höflichkeit und situationsgerechte Ausdrucksformen eine besonders grosse Rolle.

Wenn du mit japanischen Kunden oder Kollegen arbeitest, kann Privatunterricht sinnvoll sein, weil sich Lektionen gezielt auf E-Mails, Meetings, Präsentationen oder die Kommunikation in deiner Branche ausrichten lassen.

👀 Denn: Kulturelle Missverständnisse können schonmal vorkommen:

Japanisch für Studium und längere Aufenthalte

Planst du ein Austauschsemester oder ein Studium in Japan, solltest du frühzeitig mit einem systematischen Kurs beginnen. Lesen und Schreiben werden hier deutlich wichtiger als bei einer kurzen Reise.

Vorbereitung auf den JLPT

Wenn du einen offiziellen Nachweis deiner Japanischkenntnisse möchtest, ist der Japanese-Language Proficiency Test (JLPT) besonders relevant.

Der JLPT umfasst fünf Stufen:

N5 → N4 → N3 → N2 → N1

N5 ist das einfachste Niveau, N1 das anspruchsvollste. N5 prüft bereits das Verständnis einfacher Sätze mit Hiragana, Katakana und grundlegenden Kanji. N3 entspricht einem deutlich fortgeschritteneren Verständnis alltäglicher Situationen, während N1 Japanisch in einer grossen Bandbreite komplexer Situationen voraussetzt.

Wichtig: Der JLPT prüft Wortschatz und Grammatik, Lesen sowie Hörverständnis. Eine eigene mündliche oder schriftliche Produktionsprüfung gibt es nicht. Wenn du Japanisch auch aktiv sprechen möchtest, sollte dein Unterricht deshalb nicht ausschliesslich auf Testaufgaben ausgerichtet sein.

info
Gut zu wissen:

In der Schweiz findet der JLPT einmal jährlich im Dezember an der Universität Zürich statt. Organisiert wird der Test in der Schweiz seit 2013 vom Asien-Orient-Institut der Universität Zürich.

Lerntipps für langfristigen Erfolg

Japanisch ist keine Sprache, die du an einem Wochenende lernst. Das muss aber kein Nachteil sein. Gerade weil die Fortschritte gut sichtbar sind – das erste gelesene Hiragana-Wort, das erste verstandene Gespräch oder die ersten Kanji – kann das Lernen ausgesprochen motivierend sein.

Lieber täglich zehn Minuten als einmal pro Woche zwei Stunden

Kurze, regelmässige Wiederholungen funktionieren besonders gut für Schrift und Wortschatz. Du kannst beispielsweise morgens fünf Kanji wiederholen, auf dem Arbeitsweg zehn Minuten japanisches Audio hören und abends kurz die Inhalte deiner letzten Lektion anschauen.

Lerne Wörter im Kontext

Statt nur einzelne Vokabeln zu speichern, lerne möglichst ganze Wendungen und Beispielsätze. So merkst du dir gleichzeitig, wie ein Wort grammatisch verwendet wird.

Sprich früh

Warte nicht darauf, bis deine Grammatik perfekt ist. Begrüssungen, Selbstvorstellung, Zahlen oder einfache Fragen kannst du schon nach wenigen Lektionen verwenden.

Höre viel Japanisch

Podcasts, Videos und Serien ersetzen keinen strukturierten Japanischkurs, helfen dir aber dabei, ein Gefühl für Sprachmelodie, Geschwindigkeit und Aussprache zu entwickeln. Für Anfänger eignen sich Inhalte mit langsamem oder didaktisch aufbereitetem Japanisch besonders gut.

Nutze kostenlose Zusatzmaterialien

Die Japan Foundation bietet eine ganze Reihe kostenloser Ressourcen für das Selbststudium. Neben Irodori findest du dort unter anderem Übungen für Hiragana, Katakana und Kanji, Videos, Audios und Lernangebote für unterschiedliche Niveaus.

Setze dir konkrete Zwischenziele

«Ich möchte Japanisch können» ist schwer messbar. Besser sind Ziele wie:

  • in vier Wochen Hiragana sicher lesen
  • mich auf Japanisch vorstellen können
  • bis zur Reise typische Restaurantsituationen beherrschen
  • jeden Monat 20 neue Kanji lernen
  • innerhalb eines Jahres auf den JLPT N5 hinarbeiten

So merkst du auch dann, dass du Fortschritte machst, wenn fliessendes Japanisch noch weit entfernt ist.

Am Ende zählt vor allem, dass dein Japanischkurs zu deinem Alltag und deinem Ziel passt. Wenn du gern gemeinsam mit anderen lernst, ist ein Gruppenkurs in Zürich, Bern, Basel, Lausanne oder einer anderen Schweizer Stadt eine gute Wahl. Brauchst du maximale Flexibilität, kommen Online- oder Privatunterricht infrage. Und wenn du gerade erst herausfinden möchtest, ob Japanisch überhaupt etwas für dich ist, kannst du mit einem kurzen Kurs oder kostenlosen Lernmaterialien starten.

Du musst also nicht schon heute wissen, wie weit du mit Japanisch kommen möchtest. Wichtig ist zunächst nur der erste Schritt – und ein Lernformat, bei dem du auch nach den ersten schwierigen Kanji noch Lust hast weiterzumachen.

Mit KI zusammenfassen:

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Jana

Jana ist von Natur aus neugierig und interessiert sich für die unterschiedlichsten Themen – sie geht Fragen gerne auf den Grund und teilt, was sie dabei entdeckt.