Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.

Paul Klee

Die Schweizer Kunst hat sich über Jahrhunderte hinweg in unterschiedlichen Formen entwickelt – geprägt von regionalen Unterschieden, politischen Veränderungen und internationalen Einflüssen. Von religiösen Werken im Mittelalter über Landschaftsmalerei und Symbolismus bis hin zu moderner und zeitgenössischer Kunst zeigt sich eine grosse stilistische Bandbreite.

In diesem Artikel bekommst du einen gut verständlichen Überblick über die wichtigsten Epochen der Schweizer Kunst. Du lernst zentrale Schweizer Künstler und Werke kennen und siehst, wie sich Themen und Techniken im Laufe der Zeit verändert haben.

Zum Schluss schauen wir uns an, wo Kunst heute stattfindet – etwa auf Messen und Festivals – und wie Künstlerinnen und Künstler in der Schweiz gefördert werden.

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Und los geht's

Die Entwicklung der Schweizer Kunst nach Epochen

EpocheZeitraumMerkmaleBekannte Künstler und Werke
Frühe Kunst und Mittelalterbis ca. 1500Sakrale Kunst, Klosterhandschriften, Fresken, Altäre, Glasmalerei, SkulpturWandmalereien in Kirchen und Klöstern; Buchmalerei aus St. Gallen; Glasfenster und Altäre
Renaissance und Reformation15.–16. JahrhundertHumanismus, Porträtkunst, Druckgrafik, religiöse Umbrüche, Rückgang sakraler Bildkunst in reformierten GebietenHans Holbein der Jüngere: Porträts, Wandmalereien und Entwürfe in Basel
Barock und Rokoko17.–18. JahrhundertKirchenkunst, Stuck, illusionistische Deckenmalerei, prunkvolle Innenräume, katholische BildkulturKloster- und Kirchenkunst in Einsiedeln, St. Gallen und Luzern
Aufklärung, Klassizismus und Romantikspätes 18.–19. JahrhundertNaturbeobachtung, Alpenlandschaften, nationale Bildwelten, LandschaftsmalereiCaspar Wolf: Alpen- und Gletscherbilder; Alexandre Calame: Gebirgslandschaften
Realismus, Historismus und Symbolismus19. JahrhundertAlltagsszenen, ländliches Leben, Geschichte, psychologische und symbolische BildräumeAlbert Anker: ländliche Szenen; Arnold Böcklin: Die Toteninsel; Ferdinand Hodler als Übergangsfigur zur Moderne
Moderne und Avantgardefrühes 20. JahrhundertAbstraktion, Expression, neue Bildsprachen, internationale VernetzungFerdinand Hodler; Cuno Amiet; Sophie Taeuber-Arp; Paul Klee
Dada und Surrealismusab 1916Anti-Kunst, Lautgedichte, Collage, Performance, Provokation, TraumlogikCabaret Voltaire in Zürich; Sophie Taeuber-Arp; Meret Oppenheim: Le Déjeuner en fourrure
Konkrete Kunst und Schweizer Grafikdesign1930er–1960er JahreGeometrie, Typografie, Raster, klare Ordnung, Reduktion, visuelle SystemeMax Bill; Richard Paul Lohse; Verena Loewensberg; Camille Graeser; Josef Müller-Brockmann
Nachkriegskunst1945–1980er JahreSkulptur, kinetische Kunst, Konzeptkunst, Objektkunst, internationale AusrichtungAlberto Giacometti: L’homme qui marche II; Jean Tinguely: bewegliche Maschinenplastiken
Gegenwartskunstseit ca. 1980/1990Installation, Video, Fotografie, Performance, digitale Medien, politische und gesellschaftliche ThemenPipilotti Rist; Thomas Hirschhorn; Miriam Cahn; Pamela Rosenkranz; HR Giger

Von sakralen Bildern zur Renaissance

Die frühesten erhaltenen Kunstformen in der Schweiz sind stark mit Religion verbunden. Klöster, Kirchen und Kathedralen waren über Jahrhunderte zentrale Auftraggeber. Fresken, Altäre, Skulpturen, Glasfenster und illuminierte Handschriften sollten Glaubensinhalte sichtbar machen und zugleich Macht, Bildung und Reichtum zeigen.

Selbstbildnis des Hans Hohlbein der Jüngere
Hans Hohlbein der Jüngere: Selbstbildnis (um 1542), mit der Selbstbezeichnung als Basler (Uffizien, Florenz). Quelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei

Mit der Renaissance rückte der Mensch stärker ins Bild. Basel wurde zu einem wichtigen Zentrum des Humanismus und des Buchdrucks.

Hans Holbein der Jüngere arbeitete hier zeitweise und prägte mit präzisen Porträts, Wandmalereien und Entwürfen die Kunst der frühen Neuzeit. Die Reformation veränderte die Bildkultur massiv: In reformierten Gebieten verloren religiöse Bilder an Bedeutung, während Porträt, Grafik und profanere Bildformen stärker wurden.

Alpen, Nation und bürgerliche Bildwelten im 18. und 19. Jahrhundert

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Landschaft zum grossen Thema. Die Alpen waren nicht mehr nur gefährliche Natur, sondern wurden zum ästhetischen, wissenschaftlichen und nationalen Symbol. Caspar Wolf malte Gletscher, Schluchten und Gebirgsmassive mit einer für seine Zeit ungewohnten Direktheit:

Gletscher im Berner Oberland von Caspar Wolf
Gletscher im Berner Oberland von Caspar Wolf.

Alexandre Calame machte die alpine Landschaft später international populär.

Vierwaldstättersee von Alexander Calame
Vierwaldstättersee, 1851, von Alexandre Calame
Werk von Albert Anker Mädchen die Haare flechtend
Albert Anker: Mädchen die Haare flechtend, 1887, Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Winterthur

Albert Anker steht für eine andere Seite dieser Epoche: das bürgerliche und ländliche Leben. Seine Kinder-, Schul- und Familienszenen wirken vertraut, sind aber sorgfältig komponierte Bilder einer Gesellschaft im Wandel.

Ferdinand Hodler führte die Schweizer Malerei schliesslich in Richtung Moderne. Seine Figuren, Landschaften und symbolistischen Kompositionen verbinden monumentale Strenge mit emotionaler Wucht.

Der Tag von Ferdinand Hodler
Ferdinand Hodler: Der Tag, 1900, Kunstmuseum Bern

Moderne, Dada und die Schweizer Avantgarde

Die Schweiz wurde im frühen 20. Jahrhundert zu einem Knotenpunkt der Avantgarde. Zürich spielte dabei eine Schlüsselrolle: 1916 entstand im Cabaret Voltaire Dada, eine radikale Antwort auf Krieg, bürgerliche Ordnung und traditionelle Kunstbegriffe. Dada setzte auf Lautgedichte, Collagen, Zufall, Performance und Provokation.

📽 Ein schöner Beitrag der NZZ zum Thema:

Doch die Schweizer Avantgarde beschränkte sich nicht auf Dada. Künstlerinnen und Künstler mit Schweizer Bezug waren auch in anderen modernen Bewegungen aktiv und prägten Abstraktion, Design, Bauhaus und Surrealismus mit.

Bild moderner Kunst aus bunten vierecken unterschiedlicher Grösse

Sophie Taeuber-Arp verband Kunst, Tanz, Textil, Design und geometrische Abstraktion auf eine Weise, die heute als wegweisend gilt.

Durch ihre Zusammenarbeit mit Hans Arp steht sie zugleich an einer Schnittstelle zwischen Dada, konstruktiver Kunst und moderner Gestaltung.

Paul Klee, der in München und am Bauhaus aktiv war, gehört zu den wichtigsten Vertretern der Moderne mit Schweizer Bezug. Seine Werke verbinden Zeichen, Musik, Farbe und Poesie.

Ad Parnassum von Paul Klee
Paul Klee: Ad Parnassum, 1932, Ölfarbe, Linien aufgestempelt, Punkte in Weiss aufgestempelt und nachträglich übermalt, auf Kaseinfarbe auf Leinwand auf Keilrahmen, Kunstmuseum Bern, Bern

Meret Oppenheim wurde mit ihrem pelzbezogenen Objekt Le Déjeuner en fourrure zu einer Schlüsselfigur des Surrealismus.

Konkrete Kunst, Design und visuelle Ordnung

Ab den 1930er-Jahren gewann die konkrete Kunst in der Schweiz stark an Bedeutung. Sie wollte nicht abbilden, sondern mit Farbe, Fläche, Linie und mathematischer Ordnung eigene visuelle Realitäten schaffen. Max Bill, Richard Paul Lohse, Camille Graeser und Verena Loewensberg prägten diese Richtung.

🖼 Vor kurzem war zur konkreten Kunst und ihrer Wirkung über Schweizer Landesgrenzen hinaus in Zürich eine spannende Ausstellung zu sehen:

Parallel entwickelte sich das Schweizer Grafikdesign zu einem internationalen Markenzeichen. Klare Typografie, Raster, Sachlichkeit und Reduktion werden nach wie vor mit Namen wie Josef Müller-Brockmann verbunden. Diese visuelle Kultur beeinflusste Plakate, Bücher, Leitsysteme, Corporate Design und Ausstellungen in der Schweiz und darüber hinaus.

Nachkriegskunst, ca. 1945–1980er-Jahre

Nach 1945 wurde die Schweizer Kunst vielfältiger, experimenteller und stärker international ausgerichtet.

L’Homme qui marche I auf der Schweizer 100 Franken Banknote
L’Homme qui marche I auf der Schweizer 100-Franken-Banknote, herausgegeben 1998. Bild: Wikimedia Commons, Gemeinfrei.

Alberto Giacometti schuf mit seinen schmalen, fragilen Figuren Ikonen der Moderne. L’homme qui marche II gehört zu den bekanntesten Werken mit Schweizer Bezug.

Jean Tinguely brachte Maschinen in Bewegung und machte Technik, Spiel, Scheitern und Humor zu zentralen Bestandteilen seiner Kunst.

In dieser Zeit rückten auch neue Formen wie Objektkunst, kinetische Kunst, Konzeptkunst und experimentelle Ausstellungsformate stärker in den Vordergrund. Die Kunst entfernte sich zunehmend vom klassischen Tafelbild und bezog Raum, Bewegung, Material und Idee stärker mit ein.

Gegenwartskunst, seit ca. 1980/1990

Seit den 1980er- und 1990er-Jahren wurden Video, Installation, Performance, Fotografie und digitale Medien immer wichtiger. Pipilotti Rist steht beispielhaft für sinnliche, farbintensive Videoräume. Thomas Hirschhorn arbeitet mit politischen Installationen und alltäglichen Materialien. Miriam Cahn setzt sich mit Körper, Krieg, Gewalt und Verletzlichkeit auseinander. Pamela Rosenkranz untersucht in Installationen und Objekten Wahrnehmung, Körperlichkeit und Konsumkultur.

Die Gegenwartskunst in der Schweiz ist stark international vernetzt. Sie entsteht in Ateliers, Offspaces, Kunsthochschulen, Residenzen, Galerien, digitalen Räumen und internationalen Ausstellungen. Wichtige Themen sind heute unter anderem Identität, Klima, Migration, Technologie, Körper, Kolonialgeschichte und soziale Ungleichheit.

Kunstmessen und Kunstfestivals in der Schweiz

Neben Museen, Galerien und öffentlichen Sammlungen spielen Kunstmessen und Festivals eine wichtige Rolle für die Schweizer Kunstszene. Hier begegnen sich Künstlerinnen und Künstler, Galerien, Sammler, Kuratorinnen, Kunstinteressierte und ein breites Publikum.

NameOrtTypHauptidee 
Art BaselBaselKunstmesseGlobaler Treffpunkt des internationalen Kunstmarkts mit hochkarätiger moderner und zeitgenössischer Kunst
Liste Art Fair BaselBaselKunstmessePlattform für junge Galerien und neue künstlerische Positionen
photo baselBaselKunstmesseFokus auf fotografiebasierte Kunst als eigenständiges Medium
VOLTABaselKunstmesseZugängliche Messe für zeitgenössische Kunst mit Fokus auf Dialog und Entdeckung
Basel Social ClubBaselKunstfestival/Off-FormatExperimenteller Raum für KunstPerformance und soziale Begegnung
Zurich Art WeekendZürichKunstfestivalVernetzung der Zürcher Kunstszene durch AusstellungenTalks und Events
Biel/Bienne Festival of PhotographyBiel/BienneFotofestivalFotografie als Medium zur Reflexion gesellschaftlicher Themen
ART INTERNATIONAL ZURICHZürichKunstmesseInternationale Plattform für Verkauf und Austausch zeitgenössischer Kunst
Swiss Art ExpoZürichKunstmesseKunst im öffentlichen Raum mit niederschwelligem Zugang für breites Publikum
art3f LausanneLausanneKunstmessePublikumsnahe Messe mit Fokus auf direkte Begegnung und Vielfalt

Art Basel, Basel

Die Kunstmesse Art Basel ist die bekannteste Kunstmesse der Schweiz und eine der wichtigsten Plattformen des internationalen Kunstmarkts. Sie wurde 1970 in Basel gegründet und verbindet Galerien, Sammlerinnen, Künstler und Institutionen aus aller Welt. Im Zentrum stehen moderne und zeitgenössische Kunst, hochkarätige Galerien, Verkäufe, Gespräche, Sonderausstellungen und grosse Installationen.

Liste Art Fair Basel, Basel

Die Liste versteht sich als Plattform für junge Galerien und neue Positionen der Gegenwartskunst. Während die Art Basel oft die etablierten Namen zeigt, richtet die Liste den Blick stärker auf Entdeckungen, Experimente und jüngere künstlerische Stimmen. Für dich als Besucherin oder Besucher ist sie besonders spannend, wenn du wissen willst, wohin sich zeitgenössische Kunst gerade entwickelt. 

photo basel, Basel

Die photo basel ist die erste und einzige Schweizer Kunstmesse, die sich vollständig fotografiebasierter Kunst widmet. Sie findet parallel zur Art-Basel-Woche statt und bringt Galerien, Sammlerinnen und Fotografiebegeisterte zusammen.

VOLTA, Basel

VOLTA ist eine Messe für zeitgenössische Kunst und positioniert sich als etwas zugänglichere, entdeckungsfreudige Alternative im Umfeld der grossen Basler Kunstwoche. Im Fokus stehen aktuelle künstlerische Positionen, internationale Galerien und ein direkterer Zugang zu zeitgenössischer Kunst.

Basel Social Club, Basel

Der Basel Social Club ist kein klassisches Messeformat, sondern ein experimenteller, sozialer und oft ortsspezifischer Kunstraum während der Art-Basel-Woche. Er bringt Kunst, Performance, Musik, Gastronomie und Begegnung zusammen und findet jedes Jahr an besonderen Orten statt. 2026 verwandelt der Basel Social Club etwa ein leerstehendes Bürogebäude in Basel in eine temporäre Bühne für Kunst. 

Zurich Art Weekend, Zürich

Das Zurich Art Weekend ist ein dreitägiges Format, das Zürichs Museen, Galerien, Off-Spaces, Sammlungen, Verlage und Kunstinstitutionen miteinander verbindet. Es findet jeweils kurz vor der Art Basel statt und macht die Zürcher Kunstszene sichtbar.

Biel/Bienne Festival of Photography, Biel/Bienne

Die Bieler Fototage beziehungsweise das Biel/Bienne Festival of Photography sind das einzige jährlich stattfindende Fotofestival der Schweiz. Jedes Jahr werden Werke von rund zwanzig nationalen und internationalen Fotografinnen und Fotografen in der Stadt Biel gezeigt. Fotografie wird als Medium verstanden, das gesellschaftliche Fragen sichtbar macht, Realitäten dokumentiert und neue Perspektiven auf Gegenwart, Identität und Zusammenleben eröffnet. 

ART INTERNATIONAL ZURICH, Zürich

Die ART INTERNATIONAL ZURICH ist eine Kunstmesse für zeitgenössische Kunst in Zürich. Sie bringt internationale Positionen aus Malerei, Skulptur, Fotografie, Grafik und neuen Medien zusammen. Sie schafft einen direkten Marktplatz für Kunst, bei dem Begegnung, Verkauf und persönliche Gespräche zwischen Kunstschaffenden, Galerien und Publikum im Vordergrund stehen. 

Swiss Art Expo, Zürich

Die Swiss Art Expo findet im Zürcher Hauptbahnhof statt. Dadurch erreicht sie nicht nur ein klassisches Kunstpublikum, sondern auch Menschen, die zufällig vorbeikommen. Kunst wird aus dem geschlossenen Ausstellungsraum herausgeholt und mitten im Alltag sichtbar gemacht.

art3f Lausanne, Lausanne

Mit art3f Lausanne kommt ein internationales Messeformat für zeitgenössische Kunst in die Romandie. Gezeigt werden unter anderem Malerei, Skulptur und Fotografie. Kunst soll in einer offenen, publikumsnahen Atmosphäre präsentiert werden – weniger distanziert als in manchen traditionellen Messekontexten und stärker auf Begegnung ausgerichtet. 

Förderung und Anerkennung von Schweizer Künstlern

Die Förderung der Schweizer Kunst läuft über mehrere Ebenen: Bund, Kantone, Städte, Stiftungen, Museen, Kunsthochschulen, Residenzen, Ankaufspolitik und private Initiativen. Besonders wichtig ist das Bundesamt für Kultur, das Preise vergibt, Ausstellungen unterstützt und die Bundeskunstsammlung betreut.

Schweizer Kunstpreis: Sichtbarkeit auf nationaler Ebene

Eine der wichtigsten Auszeichnungen ist der Schweizer Kunstpreis. Er wird jährlich vom Bundesamt für Kultur vergeben und richtet sich an zeitgenössische Kunstschaffende aus verschiedenen Bereichen – von Malerei und Skulptur bis zu Installation, Fotografie und Medienkunst.

Der Preis ist eng mit der Kunstmesse in Basel verknüpft und bietet Nominierten eine wichtige Plattform. Hier kannst du oft schon erkennen, welche Positionen die Schweizer Kunst in Zukunft prägen werden.

Zu den bekannten Preisträgerinnen und Preisträgern gehören etwa:

  • Pipilotti Rist – international gefeierte Videokünstlerin
  • Ugo Rondinone – bekannt für grossformatige Installationen und Skulpturen
  • Valentin Carron – arbeitet mit kulturellen Symbolen und Materialien

Prix Meret Oppenheim: Ehrung für ein Lebenswerk

Ein weiterer bedeutender Preis ist der Prix Meret Oppenheim, benannt nach Meret Oppenheim. Er gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen der Schweiz und wird ebenfalls vom Bund vergeben.

Der Preis richtet sich nicht nur an Künstlerinnen und Künstler, sondern auch an Kuratorinnen, Kritiker oder Architektinnen. Im Zentrum steht das Gesamtwerk und der nachhaltige Einfluss auf die Kunstszene.

Zu den Laureaten zählen unter anderem:

  • Peter Fischli & David Weiss – bekannt für ihre poetisch-ironischen Arbeiten
  • Sylvie Fleury – verbindet Konsum, Mode und Kunst
  • Thomas Hirschhorn – politisch engagierte Installationen

Förderung durch Pro Helvetia

Die wichtigste Institution für die internationale Förderung ist Pro Helvetia, die Schweizer Kulturstiftung. Sie unterstützt Projekte, Ausstellungen, Residencies und Publikationen – sowohl in der Schweiz als auch im Ausland.

Das Ziel: Schweizer Kunst soll global sichtbar sein. Gleichzeitig bringt Pro Helvetia internationale Künstlerinnen und Künstler in die Schweiz, fördert Austauschprogramme und stärkt Netzwerke.

💡 Pro Helvetia ist beispielsweise auch für den Schweizer Pavillion auf der Bienalle di Venezia mitverantwortlich:

Die Bundeskunstsammlung: Kunst im Besitz der Schweiz

Ein oft unterschätzter, aber zentraler Baustein ist die Bundeskunstsammlung. Seit dem 19. Jahrhundert kauft der Bund regelmässig Werke von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern an.

Die Idee dahinter ist einfach und wirkungsvoll:

  • Künstlerinnen und Künstler werden direkt finanziell unterstützt
  • wichtige Werke bleiben langfristig erhalten
  • die Sammlung bildet die Entwicklung der Schweizer Kunst ab

Heute umfasst die Sammlung mehrere zehntausend Werke – von historischer Malerei bis zu zeitgenössischer Kunst. Ein Teil davon wird in Bundesgebäuden gezeigt, ein anderer in Ausstellungen präsentiert.

Mit KI zusammenfassen:

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Jana Geldner