Dokumentationen, überraschende Kurzfilme und Werke, die zum Nachdenken anregen: Das alles findest du auf den Solothurner Filmtagen. Dazu kommen persönliche Begegnungen und Gespräche, die den Kinobesuch zu einem besonderen Erlebnis machen.

Vom 20. bis 27. Januar 2027 finden die 62. Solothurner Filmtage statt. Wer dabei sein möchte, erfährt hier, was das Schweizer Filmfestival auszeichnet, welche Programmhighlights bereits bekannt sind und worauf es bei Tickets, Anreise und Besuchsplanung ankommt.

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Was sind die Solothurner Filmtage?

Solothurn mit einem Plakat der Filmtage
Die Stadt als Festivalkulisse: 55. Solothurner Filmtage 2020.

Die Solothurner Filmtage gehören zu den wichtigsten Treffpunkten für das Schweizer Filmschaffen. Seit 1966 präsentieren sie jeweils im Januar aktuelle Filmproduktionen aus allen Sprachregionen des Landes. Dabei verstehen sie sich nicht nur als Filmfestival für ein breites Publikum, sondern auch als Plattform für Austausch, Diskussion und Vernetzung innerhalb der Filmbranche.

Das Herzstück ist die Werkschau des Schweizer Films. Sie zeigt, wie vielfältig das heimische Kino ist: von humorvollen Alltagsgeschichten über gesellschaftskritische Dokumentationen bis zu experimentellen Arbeiten. Neben etablierten Regiepersonen erhalten auch junge Filmschaffende die Gelegenheit, ihre Werke einem grösseren Publikum vorzustellen.

Mit jährlich rund 65'000 Eintritten zählen die Filmtage zu den prägenden Kulturveranstaltungen der Schweiz. Besonders macht sie auch ihre Atmosphäre. Filmschaffende und Publikum begegnen sich nicht nur im Kinosaal, sondern ebenso in den Gassen, Restaurants und Cafés der Solothurner Altstadt.

📺 Das war die Ausgabe 2026:

Warum das Filmfestival Solothurn für den Schweizer Film wichtig ist

Schweizer Filme haben es im regulären Kinoprogramm nicht immer leicht, sich gegen grosse internationale Produktionen durchzusetzen. Die Solothurner Filmtage schaffen deshalb etwas Wertvolles: Sie geben dem Schweizer Filmschaffen eine eigene Bühne und ermöglichen es auch kleineren Produktionen, Aufmerksamkeit zu erhalten.

Dabei geht es um weit mehr als die Präsentation neuer Filme. Das Festival bietet Raum für gesellschaftliche Fragen, unterschiedliche Perspektiven und Diskussionen über die Zukunft des Kinos. Besonders spannend ist der Austausch zwischen den Sprachregionen. Ein Film aus der Romandie kann in Solothurn genauso auf ein interessiertes Publikum treffen wie eine Produktion aus dem Tessin oder der Deutschschweiz.

Auch die Wettbewerbspreise tragen zur Sichtbarkeit bei. Der «Prix de Soleure» zeichnet einen Film aus, der sich auf besondere Weise mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt. Beim «Prix du Public» entscheidet das Publikum über seinen Favoriten. Der Wettbewerb «Visioni» wiederum richtet den Blick auf erste und zweite Langfilme und damit auf neue Stimmen im Schweizer Kino.

Auch eine Größe in der Branche: Die Filmveranstaltungen in Locarno.

Programm der Solothurner Filmtage: Diese Filme und Formate erwarten Besucher

Wer zum ersten Mal das Programm der Solothurner Filmtage durchstöbert, dürfte überrascht sein, wie breit das Angebot ist. Neben klassischen Kinofilmen finden sich darin kurze, experimentelle und dokumentarische Formate sowie thematische Filmreihen und Veranstaltungen mit Gästen.

Das vollständige Filmprogramm der Ausgabe 2027 ist im Oktober 2026 noch nicht veröffentlicht. Die etablierten Programmsektionen und erste angekündigte Spezialveranstaltungen geben aber bereits einen guten Eindruck davon, was Besucher*innen erwarten dürfen.

Spielfilme, Dokumentarfilme und Premieren

Im Zentrum steht das «Panorama Schweiz». Die Programmsektion versammelt aktuelle Schweizer Filmproduktionen unterschiedlicher Genres und Längen. Hier treffen Spielfilme auf Dokumentarfilme, experimentelle Werke auf Animationen und persönliche Geschichten auf grosse gesellschaftliche Fragen.

Wie umfangreich diese Auswahl ist, zeigte die Ausgabe 2026: Damals waren für das Panorama 93 Lang- und 71 Kurzfilme ausgewählt worden. Hinzu kamen zahlreiche Welt- und Schweizer Premieren.

Gerade die Dokumentarfilme machen einen wichtigen Teil des Festivalerlebnisses aus. Sie erzählen von Menschen, politischen Entwicklungen, Familiengeschichten oder gesellschaftlichen Veränderungen und eröffnen dabei oft neue Sichtweisen auf vermeintlich vertraute Themen.

Auch wer lieber fiktionale Geschichten mag, kommt auf seine Kosten. Das Spektrum reicht von intimen Dramen über Komödien bis zu ungewöhnlichen Erzählformen. Viele Produktionen erhalten an den Filmtagen die Gelegenheit, sich erstmals einem grösseren Schweizer Kinopublikum zu präsentieren.

Kurzfilme und Nachwuchs im Fokus

Ein Besuch der Solothurner Filmtage lohnt sich besonders für alle, die gerne Neues entdecken. Denn ein guter Film muss nicht unbedingt zwei Stunden dauern. Im «Panorama Kurzfilme» zeigen Filmschaffende, wie viel sich in wenigen Minuten erzählen lässt.

Das Angebot umfasst unter anderem kurze Spielfilme, Animationen, Dokumentarfilme und experimentelle Arbeiten. Oft werden mehrere Kurzfilme zu einem Programmblock zusammengestellt. Das ist eine gute Möglichkeit, unterschiedliche filmische Handschriften an einem einzigen Kinobesuch kennenzulernen.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Nachwuchs. Im Wettbewerb «Talente» erhalten junge Filmschaffende die Gelegenheit, ihre Arbeiten zu präsentieren und sich mit anderen Kreativen auszutauschen. Der Nachwuchspreis Suissimage/SSA würdigt herausragende Kurzfilmproduktionen.

Für das Publikum sind diese Vorstellungen besonders reizvoll: Vielleicht entdeckt man hier bereits heute eine Regieperson, deren Filme in einigen Jahren auf den grossen internationalen Festivalbühnen laufen.

Gespräche, Begegnungen und Spezialveranstaltungen

Ein grosser Teil des Reizes der Solothurner Filmtage entsteht nach dem Abspann. Wenn Regiepersonen, Schauspielende oder Produzierende von ihrer Arbeit erzählen, erhalten die Filme zusätzliche Tiefe. Fragen aus dem Publikum sind dabei häufig ausdrücklich willkommen.

Neben den Filmvorführungen gibt es verschiedene Spezialformate. Die Reihe «Fare Cinema» blickt beispielsweise hinter die Kulissen der Filmproduktion und beschäftigt sich mit Drehbüchern, gestalterischen Entscheidungen und dem filmischen Handwerk. Die Sektion «Fokus» widmet sich gesellschaftlichen Themen und ergänzt die Filmvorführungen mit Diskussionen. Filmhistorische Reihen wiederum laden dazu ein, ältere Werke neu zu entdecken.

Ein bereits angekündigtes Highlight für 2027 ist die Hommage an Ursula Andress. Im Rahmen der Sektion «Histoires» widmen die Solothurner Filmtage der international bekannten Berner Schauspielerin eine Filmreihe mit rund zehn Werken. Dabei soll Andress nicht allein auf ihre Rolle als Bond-Girl in «Dr. No» reduziert werden. Vielmehr steht die Vielfalt ihrer Filmkarriere im Mittelpunkt.

Geplant sind auch Gespräche mit Filmschaffenden, Weggefährtinnen und Filmhistorikerinnen. Die detaillierte Filmauswahl soll im November 2026 bekannt gegeben werden. Ursula Andress selbst wird nicht an den Vorführungen teilnehmen.

Für Fachleute bietet das Branchenprogramm «SO PRO» zusätzliche Möglichkeiten zur Vernetzung, Weiterbildung und Diskussion.

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Besuch planen: Tickets, Spielorte und Anreise zu den Filmtagen Solothurn

Filmvorführung in der Solothurner Rythalle.
Filmvorführung in der Solothurner Rythalle.

Ein Festivalbesuch muss nicht kompliziert sein. Wer sich vorab ein paar Gedanken über seine Wunschfilme und die verfügbare Zeit macht, kann die Solothurner Filmtage auch bei einem ersten Besuch entspannt geniessen.

Tickets und Festivalpässe

Für die Solothurner Filmtage gibt es unterschiedliche Ticketvarianten. Wer nur einen bestimmten Film sehen möchte, ist mit einem Einzelticket gut bedient. Für mehrere Vorstellungen an einem Tag eignet sich der Tagespass. Wer über die ganze Festivalwoche hinweg möglichst viel entdecken möchte, kann einen Festivalpass lösen.

Für die Ausgabe 2027 gelten folgende reguläre Preise:

  • Einzelticket: CHF 18.–, ermässigt CHF 14.–
  • Tagespass: CHF 49.–, ermässigt CHF 39.–
  • Festivalpass: CHF 185.–, ermässigt CHF 150.–

Ermässigungen erhalten unter anderem Schüler*innen, Lernende und Studierende bis 30 Jahre sowie AHV- und IV-Beziehende. Zusätzliche Vergünstigungen gibt es über ausgewählte Partnerangebote.

Der offizielle Vorverkauf beginnt Mitte Dezember 2026. Tickets können über die Website der Solothurner Filmtage gekauft werden.

beenhere
Wichtig zu wissen: 

Ein Tages- oder Festivalpass garantiert nicht automatisch einen Platz in jeder Vorstellung. Für die gewünschten Filme müssen zusätzlich kostenlose Platzreservationen vorgenommen werden. Diese werden in der Regel jeweils am Vortag freigeschaltet. Bei besonders gefragten Filmen lohnt es sich deshalb, rechtzeitig zu reservieren.

Auch immer schön ist ein Besuch beim Filmfestival in Solothurn.

Spielorte in Solothurn

Während der Filmtage wird die Solothurner Innenstadt zur Festivalkulisse. Gespielt wird nicht nur in klassischen Kinos, sondern auch in historischen Gebäuden, die für die Dauer des Festivals zu Vorführsälen werden.

Zu den bekannten Spielorten gehören das Landhaus, die Rythalle und der Konzertsaal. Hinzu kommen unter anderem das Kino Palace, das Kino Capitol, die Canva-Kinos und das Kino im Uferbau.

Jeder Spielort hat seinen eigenen Charakter. Während grössere Säle für ein eindrückliches Gemeinschaftserlebnis sorgen, bieten kleinere Kinos eine besonders persönliche Atmosphäre. Gerade diese Mischung gehört zum Charme der Filmtage.

Wer mehrere Vorstellungen besuchen möchte, sollte die jeweiligen Spielorte im Programm prüfen und genügend Zeit für den Wechsel einplanen. Der offizielle Festival-Stadtplan hilft bei der Orientierung.

Anreise, Unterkunft und barrierefreier Besuch

Solothurn ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar. Besonders unkompliziert ist die Anreise mit dem Zug. Vom Bahnhof aus lassen sich die Altstadt und verschiedene Festivalspielorte zu Fuss erreichen. Wer mit dem Auto anreist, sollte die Parkplatzsituation und mögliche zusätzliche Verkehrsbelastungen während der Festivaltage berücksichtigen.

Für einen längeren Aufenthalt stehen Hotels, Bed-and-Breakfast-Unterkünfte sowie die Jugendherberge zur Verfügung. Da während des Festivals viele Gäste in die Stadt kommen, empfiehlt es sich, frühzeitig eine Übernachtungsmöglichkeit zu buchen. Einen Überblick bietet Solothurn Tourismus.

Auch das Thema Barrierefreiheit spielt eine Rolle. Nach Angaben des Festivals sind fast alle Spielstellen rollstuhlgängig, darunter das Landhaus, die Rythalle, der Konzertsaal und verschiedene Kinos. Zudem werden ausgewählte Filme mit Audiodeskription oder Untertiteln für Menschen mit Hörbeeinträchtigung angeboten.

Wer auf bestimmte Zugangsmöglichkeiten angewiesen ist, sollte sich vor dem Besuch über die konkreten Vorstellungen und Spielorte informieren. Die offizielle Seite zur Barrierefreiheit bietet dazu weiterführende Informationen.

So findest du dein persönliches Highlight im Festivalprogramm

Bei einer grossen Filmauswahl kann die Entscheidung schwierig werden. Die gute Nachricht: Man muss weder alle Filme kennen noch besonders viel über Kino wissen, um an den Solothurner Filmtagen etwas Passendes zu finden.

Auswahl nach Genre und Interesse

Am einfachsten gelingt der Einstieg über die eigenen Interessen. Wer sich für gesellschaftliche Entwicklungen, Politik oder persönliche Lebensgeschichten interessiert, sollte einen Blick auf die Dokumentarfilme werfen. Wer lieber in fiktive Welten eintaucht, findet im Spielfilmprogramm eine breite Auswahl.

Für Experimentierfreudige sind Kurzfilmblöcke und ungewöhnliche Erzählformen besonders spannend. Filmgeschichtlich Interessierte können sich wiederum an Retrospektiven und Spezialreihen orientieren.

Auf der Festivalwebsite lässt sich das Programm nach Kriterien wie Genre, Programmbereich, Filmlänge und Spielort durchsuchen.

Ein guter Tipp: Nicht ausschliesslich bekannte Namen auswählen. Gerade ein Film, von dem man vorher noch nie gehört hat, kann zur schönsten Überraschung des Tages werden.

Wenn du die für Dokumentarfilme interessierst ist auch das Filmfestival Vision de Réel spannend.

Auswahl nach verfügbarer Zeit

Nicht alle haben eine ganze Woche Zeit für das Festival. Doch auch ein einzelner Nachmittag oder Abend kann sich lohnen.

Wer nur wenige Stunden zur Verfügung hat, konzentriert sich am besten auf eine Filmvorführung oder einen Kurzfilmblock. Bei einem Tagesbesuch lassen sich zwei bis drei Vorstellungen mit einer gemütlichen Pause dazwischen verbinden.

Für einen längeren Aufenthalt lohnt es sich, unterschiedliche Formate zu kombinieren: etwa einen Dokumentarfilm am Vormittag, ein Filmgespräch am Nachmittag und einen Spielfilm am Abend.

Wichtig ist, nicht zu knapp zu planen. Viele Vorführungen werden von Gesprächen begleitet, die über die reine Filmlänge hinausgehen. Wer genügend Zeit zwischen den Vorstellungen einrechnet, muss interessante Diskussionen nicht vorzeitig verlassen.

Tipps für den ersten Festivalbesuch

Wer zum ersten Mal an die Solothurner Filmtage reist, sollte sich nicht von der Programmauswahl einschüchtern lassen. Hilfreich ist es, zunächst einige persönliche Favoriten zu markieren und anschliessend zu prüfen, welche Vorstellungen sich zeitlich gut kombinieren lassen.

Bei beliebten Filmen empfiehlt sich eine frühzeitige Ticketbuchung beziehungsweise Platzreservation. Ebenso sinnvoll ist es, die Originalsprache und die verfügbaren Untertitel zu beachten. Das Festival bringt Produktionen aus verschiedenen Sprachregionen zusammen, entsprechend vielfältig sind auch die Sprachen auf der Leinwand.

Und schliesslich lohnt es sich, Zeit für die Stadt selbst einzuplanen. Ein Kaffee zwischen zwei Filmen, ein Spaziergang durch die Altstadt oder ein spontanes Gespräch mit anderen Kinobegeisterten gehören genauso zum Festivalerlebnis wie die Filmvorführungen.

Geschichte und Entwicklung der Solothurner Filmtage

Der erste Festivalleiter Stephan Portmann (auf der Treppe) bei einer Rede im Restaurant Chutz
Gründerzeit: Der erste Festivalleiter Stephan Portmann (auf der Treppe) bei einer Rede im Restaurant Chutz (1966).

Die Geschichte der Solothurner Filmtage beginnt 1966. Damals organisierte die Filmgilde Solothurn eine Veranstaltung unter dem Titel «Schweizer Film heute». Junge, unabhängige Filmschaffende sollten die Möglichkeit erhalten, ihre Werke zu präsentieren und gemeinsam über die Zukunft des Schweizer Kinos zu diskutieren.

Es war eine Zeit des Aufbruchs. Eine neue Generation von Regiepersonen wollte andere Geschichten erzählen und sich von den bisherigen Traditionen des Schweizer Films lösen. Persönliche, gesellschaftskritische und politisch engagierte Werke rückten zunehmend in den Vordergrund.

Die erste Veranstaltung legte den Grundstein für ein Festival, das sich rasch zu einer wichtigen Plattform für die Schweizer Filmkultur entwickelte. 1967 wurde die Schweizerische Gesellschaft Solothurner Filmtage gegründet, die den Anlass bis heute trägt.

1966

Der Anfang

Unter dem Titel «Schweizer Film heute» findet die erste Veranstaltung statt. Junge Filmschaffende erhalten eine Plattform für ihre Werke.

1967

Ein Festival bekommt eine Trägerschaft

Die Schweizerische Gesellschaft Solothurner Filmtage wird gegründet.

2007

Das Publikum entscheidet mit

Der «Prix du Public» wird als Publikumspreis fester Bestandteil des Festivals.

2009

Ein neuer Jurypreis

Der «Prix de Soleure» wird erstmals verliehen. Ausgezeichnet wird der Dokumentarfilm «No More Smoke Signals» von Fanny Bräuning.

Vom Festival zur Institution des Schweizer Films

Ein Mann vor Filmplakaten
Filmplakate im Landhaus. 8. Solothurner Filmtage 1974.

Aus der ursprünglichen Veranstaltung ist über die Jahrzehnte ein Festival mit nationaler Ausstrahlung geworden. Die Zahl der Filme und der Besuchenden ist gewachsen, neue Wettbewerbe und Spezialprogramme sind hinzugekommen.

Trotz dieser Entwicklung ist die ursprüngliche Idee erkennbar geblieben: Die Solothurner Filmtage wollen den Schweizer Film nicht nur zeigen, sondern auch die Auseinandersetzung mit ihm fördern.

Heute treffen hier Filmschaffende verschiedener Generationen aufeinander, werden neue Talente entdeckt und aktuelle kulturpolitische Fragen diskutiert. Gleichzeitig halten Retrospektiven und filmhistorische Programme die Geschichte des Schweizer Films lebendig.

So verbinden die Filmtage Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des heimischen Kinos. Sie sind längst mehr als eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung: Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Filmkultur.

Schweizer Film entdecken – auch nach den Solothurner Filmtagen

Nach acht Festivaltagen endet das Kinoerlebnis nicht zwangsläufig. Wer in Solothurn einen Film entdeckt hat oder nach dem Besuch Lust auf weitere Schweizer Produktionen bekommen hat, findet auch während des restlichen Jahres zahlreiche Möglichkeiten.

Wo lassen sich Schweizer Filme weitersehen?

Eine gute Anlaufstelle ist Play Suisse, die kostenlose Streaming-Plattform der SRG. Sie bietet Schweizer Spielfilme, Dokumentationen und Serien aus unterschiedlichen Sprachregionen. Viele Produktionen sind in der Originalsprache mit Untertiteln in mehreren Landessprachen verfügbar. Für die Nutzung ist ein Benutzerkonto erforderlich.

Wer sich stärker für die Geschichte des Schweizer Films interessiert, findet bei filmo eine sorgfältig kuratierte Auswahl. Die Initiative der Solothurner Filmtage macht ältere Schweizer Filme neu zugänglich und ergänzt sie mit Hintergrundinformationen und Empfehlungen. filmo ist dabei keine eigenständige Streaming-Plattform, sondern vermittelt die Filme über verschiedene Video-on-Demand-Anbieter.

Auch Plattformen wie Cinefile oder Filmingo bieten Schweizer Produktionen an, darunter Arthouse-Filme und Dokumentationen. Je nach Angebot können die Titel gemietet oder im Abonnement angesehen werden.

Daneben lohnt sich weiterhin der Blick ins lokale Kinoprogramm. Schweizer Filme laufen nicht nur an Festivals, sondern auch in Programmkinos, Filmclubs und regulären Vorstellungen. Die Cinémathèque suisse macht zudem das filmische Erbe des Landes durch Vorführungen und Archivarbeit zugänglich.

Allerdings ist nicht jeder Festivalfilm unmittelbar nach seiner Premiere online verfügbar. Manche Produktionen starten erst später im Kino oder finden ihren Weg mit zeitlichem Abstand auf eine Streaming-Plattform.

Wer sich darüber hinaus über das aktuelle Schweizer Filmschaffen informieren möchte, wird bei SWISS FILMS fündig. Die Promotionsagentur bietet einen umfassenden Überblick über Schweizer Filmproduktionen, aktuelle Kinostarts und Festivalteilnahmen im In- und Ausland. So lassen sich auch abseits der Solothurner Filmtage neue Filme und Filmschaffende entdecken.

Die Solothurner Filmtage zeigen damit jedes Jahr aufs Neue, wie lebendig und vielfältig das Schweizer Filmschaffen ist. Wer sich auf unbekannte Geschichten einlässt, entdeckt nicht nur neue Filme, sondern oft auch überraschende Perspektiven auf das eigene Land. Und vielleicht ist genau das der schönste Grund, im Januar nach Solothurn zu reisen.

Lust auf noch mehr Schweizer Film? Die Schweizer Kurzfilmtage in Winterthur könnten dich interessieren.

Mit KI zusammenfassen:

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Jana

Jana ist von Natur aus neugierig und interessiert sich für die unterschiedlichsten Themen – sie geht Fragen gerne auf den Grund und teilt, was sie dabei entdeckt.